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Der inneren Stimme folgen
Selbstverwirklichung als LebenszielSelfness war anfänglich nur ein Marketingbegriff, den der Zukunftsforscher Matthias Horx 2002 kreierte. Heute verkörpert dieser Begriff ein ganzes Lebensgefühl, das das Bewusstsein unserer Zeit widerspiegelt. Selfness steht für dauerhafte Selbstveränderung - das Bedürfnis, an sich zu arbeiten, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, seine individuellen Potentiale zu entdecken, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Das hat nichts mit egozentriertem Denken einer Ellenbogengesellschaft zu tun. Es ist vielmehr der Wunsch, die eigene Identität kennen zu lernen und zu verwirklichen. Selfness braucht Mut. Denn Selbstverwirklichung bedeutet auf die eigene innere Stimme hören und ihr folgen – auch wenn wir damit anecken. Viele Menschen beginnen heute, sich von vorgegebenen Denk- und Verhaltensmustern zu lösen und ganz neue Wege auszuprobieren. Dies wirkt sich unmittelbar auf unser gesellschaftliches Zusammenleben und Demokratieverständnis aus, was sich zurzeit in der Orientierungslosigkeit der Parteien zeigt.
Selfness als Bewusstsein einer neuen ZeitFür mich ist der Selfness-Trend mehr als eine momentane gesellschaftliche Stimmung. Dahinter steht ein neues Bewusstsein. Wir sind dabei, uns von einem außenorientierten Menschen zu einem selbst bestimmten Menschen zu verändern, der sich nicht mehr auf das Wissen und Weltbild anderer verlässt, sondern selbst entscheidet, was für ihn wichtig und richtig ist. Dieser Bewusstseinswandel kann auch Angst auslösen, denn viele Menschen haben die Verbindung zu ihrer inneren Stimme verloren und müssen erst wieder lernen, an sich und ihre eigene Stärke zu glauben. Diesen Wandel hat für mich niemand besser ausgedrückt als Nelson Mandela, einer der größten Lehrer unserer Zeit. „Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir kraftvoll sind über die Massen. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, was uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns: wer bin ich, um brillant, großartig, talentiert und sagenhaft zu sein? Aber wer bist du eigentlich, um all das nicht zu sein. Du bist ein Kind Gottes. Dein zögerliches Spiel dient der Welt nicht. Es wird nichts erhellt dadurch, dass du dich kleiner machst, so dass andere sich nicht durch dich verunsichert fühlen. Wir wurden geboren, um den Glanz Gottes, der in uns ist, offenkundig zu machen“. |
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